Der Golftruck Blog: Drogentests auf der PGA Tour sind ein großer Witz

11.03.2015

Drogentests auf der PGA Tour sind ein großer Witz

Bild: Sam Greenwood/Getty Images
Drogentests auf der PGA Tour sind ein großer Witz, sagte John Daily am Dienstagabend im Radiointerview bei SiriusXM. (Quelle: ESPN)

Der Druck auf die Verantwortlichen der PGA Tour, das Gesamtsystem der Turnierserie verändern zu müssen, wird immer größer. Denn die Glaubwürdigkeit der 'Gralshüter' schwindet fast täglich. Kaum wurde von PGA Tour Commissioner Tim Finchem letzte Woche angekündigt, dass man überlegt, ob zukünftig mehr Informationen über die Gründe von Spieler-Sperren veröffentlicht werden sollen, da platzt John Daily mit der nächsten Hiobsbotschaft heraus.

Schon vorige Woche hatte der ehemalige PGA Tourspieler Dan Olsen in einem Radiointerview schwere Anschuldigungen in Richtung Tiger Woods erhoben und ihn unterschwellig des Blutdopings, dem Spiel eines nicht regelkonformen Golfballs und weiterer Manipulationen bezichtigt (Quelle: SportingNews). Nun folgt John Daily mit seiner Aussage im Radiointerview, dass die Dopingkontrollen der PGA Tour so vorhersagbar sind, dass sich jeder Spieler bequem darauf einstellen kann und fordert echte Dopingkontrollen wie in der NFL und den großen Basketball Ligen.

Nun sind gerade Anschuldigungen in Richtung Tiger Woods zum Thema Doping nichts Neues, denn sie kommen fast regelmäßig - mindestens einmal in Jahr. Doch was trieb die beiden Tourspieler Olsen und Daily zu diesen Aussagen?

Olsen hat seine Aussage im Radiointerview bereits wiederufen. Daily formulierte seine Anschuldigungen nicht direkt gegenüber anderen Spielern, sondern beschränkte sich auf die Verantwortlichen der Tour. Wird auch er bald wiederufen?

Und ist das Ganze vielleicht eine Reaktion auf den überraschenden Sieg des noch bis vor kurzem gesperrten Dopingsünders Dustin Johnson beim WGC Cadillac Championship vorige Woche?

Ich bin gespannt, was in den kommenden Wochen bis zum Masters Tournament noch alles ans Licht kommen wird.