Der Golftruck Blog: Sind billige Lakeballs zu empfehlen?

25.05.2017

Sind billige Lakeballs zu empfehlen?


Der längere Aufenthalt eines Golfballs im Wasser beeinflusst seine Spieleigenschaften negativ.

Vor allem die schwankenden Temperaturen wirken auf das Material im Inneren des Golfballs. Es wird härter und spröder. Durch Risse im Kern kann der Golfball "unrund" werden. Lakebälle werden meist als "refurbished" oder "refinished" angeboten, das heißt sie wurden einer kompletten Oberflächenbehandlung unterzogen. Dabei werden die Golfbälle nicht nur gereinigt, sondern auch neu beschichtet, lackiert und neu beschriftet. Ob und wie lange diese Golfbälle der Witterung ausgesetzt waren, ist somit nicht mehr zu erkennen.

Doch solche Golfbälle haben definitiv andere Spieleigenschaften als ihr Original!
Ein 2-Kern-Ball verliert schon nach einer Woche im Wasser ganze fünf Meter an Distanz beim Schlag mit dem Driver, ein 3-Kern-Ball sogar noch mehr! Ein Golfball, welcher ein Jahr im Wasser gelegen hat, hat seine Eigenschaften bereits so stark verändert, dass er mit dem Original-Golfball nicht mehr viel zu tun hat.

Die Qualität von gefundenen Golfbällen ist also extrem unterschiedlich, je nachdem wo und wie lange sie gelegen haben und wie die Golfbälle nachbehandelt wurden. Das Gleiche gilt übrigens auch für zu hohe Temperaturen im Sommer. Ein Golfball im Kofferraum eines Fahrzeugs verformt sich bei mehr als 60° Celsius und wird weicher! Theoretisch erzielen Sie damit jetzt mehr Weite, doch der Ball wird sehr wahrscheinlich nicht mehr ganz rund sein. Und mit solch einem Golfball erzielen Sie keine guten Ergebnisse mehr auf der Runde.